Infos zu Kreditkarten / Kreditkartenarten

Die Kreditkarte ist eine Plastikkarte, die im In- und Ausland für Zahlungen eingesetzt werden kann. In den meisten Fällen sind mit dieser Karte Einkäufe im Handel, Bezahlungen im Hotel oder aber Transaktionen im Internet möglich, sofern die Kreditkarte hier als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Anders als bei ec/maestro-Karten, die keinerlei Kredit bieten und lediglich im Rahmen des vorhandenen Kontoguthabens eingesetzt werden können, bietet die Karte vielfach auch einen Kreditrahmen, der individuell in Anspruch genommen werden kann.

Mit der Kreditkarte bezahlen


Die Bezahlung mittels Kreditkarten wird über die 16stellige Kartennummer abgewickelt. Diese Kartennummer ist auf der Vorderseite der Kreditkarte aufgeprägt und damit gut zu erkennen. Im Handel oder im Restaurant vor Ort wird die Karte ins Kartenlesegerät eingesetzt, der Karteninhaber unterschreibt anschließend die Autorisierung zur Buchung über das Kreditkartenkonto.
Sollen Zahlungen im Internet abgewickelt werden, wird ebenfalls die 16stellige Kartennummer angegeben. Weiterhin benötigen die Händler wichtige Details wie etwa die Gültigkeitsdauer der Karte sowie die dreistellige Sicherheitsnummer, die auf der Rückseite der Kreditkarte zu finden ist. Nur wenn diese Daten übereinstimmen, kann die Buchung erfolgen.

Unterschiedliche Kreditkartenarten

Die Banken geben verschiedene Kreditkarten aus, die jeweils Vorteile und Nachteile aufweisen können.

Die Charge Kreditkarte


Die klassische Kreditkarte, die in Deutschland am häufigsten ausgegeben wird, ist die so genannte Charge Karte. Bei dieser Karte erstellen die Kreditkartenorganisationen einmal monatlich eine Kreditkartenabrechnung, die alle Umsätze enthält. Diese Umsätze werden während des Monats gesammelt und erst am Ende vom Girokonto gebucht. Der Karteninhaber erhält während des Monats somit kostenlos Kredit, muss allerdings für eine ausreichende Deckung am Monatsende sorgen. Die Höhe des Kreditrahmens, innerhalb dessen Einkäufe möglich sind, ist individuell verschieden und ist sowohl vom monatlichen Einkommen wie auch von der Bonität der Kreditnehmer abhängig.

Die Revolving-Card

Eine Kreditkarte, die in Deutschland immer beliebter wird, ist die Revolving-Card. Bei dieser Karte ist es nicht notwendig, das Kreditkartenkonto am Ende des Monats auszugleichen. Vielmehr ermöglichen die Banken, dass Karteninhaber die in Anspruch genommene Kreditsumme in monatlichen Raten zurückzahlen. Die Höhe dieser Karten ist oft von der Höhe der Kreditsumme abhängig und beträgt 1-3% hiervon. Zusätzliche Sonderzahlungen sind ebenfalls möglich. Für die Inanspruchnahme der Kreditsumme werden Zinsen berechnet, deren Höhe sich von Bank zu Bank stark unterscheiden kann. Durch die individuelle Nutzung des Kreditkartenrahmens ist es möglich, die Karte als zusätzlichen Dispositionskredit oder aber als Geldreserve zu nutzen.

Die Prepaid Kreditkarte

Voraussetzung für die Ausstellung von Kreditkarten ist eine entsprechende Bonität des Antragstellers, die dieser durch Lohn- und Gehaltsnachweise, aber auch durch eine positive Schufa-Auskunft belegen kann. Bei negativer Schufa ist die Ausstellung einer Kreditkarte in der Regel ausgeschlossen. Wer dennoch nicht auf die angenehme Art zu Bezahlen verzichten möchte, kann alternativ auch die Prepaid Kreditkarte nutzen. Bei dieser Karte sind Zahlungen nur dann möglich, wenn das Kreditkartenkonto ein Guthaben aufweist. Dieses Guthaben muss vorab per Überweisung übertragen werden. Durch das fehlende Kreditlimit eignet sich diese Karte nicht nur für Menschen mit negativer Bonität, sondern auch für Minderjährige, die beispielsweise ein Jahr an einer ausländischen Schule verbringen.

Kreditkarten mit Versicherungsschutz

Vielfach werden Kreditkarten auch inklusive eines Versicherungsschutzes angeboten. Vor allem goldene Kreditkarten bieten für eine leicht erhöhte Jahresgebühr oft ein umfangreiches Versicherungspaket, welches Karteninhaber dann nutzen können. Zu den möglichen Versicherungen können eine Reiserücktrittsversicherung, eine Reiseabbruchversicherung, eine Auslandsreisekrankenversicherung oder ein Mietwagenschutz im Ausland gehören. Oftmals greift der Versicherungsschutz allerdings nur, wenn etwa die Reisen mit der Karten bezahlt wurden.

Die Kosten einer Kreditkarte

Für die Nutzung von Kreditkarten fallen in der Regel Kosten an, die sehr unterschiedlich ausfallen können. Hier lohnt es sich, die Kreditkartenangebote der Banken zu vergleichen und zu überprüfen, welche Karte die meisten Vorteile bietet.
Einige Institute, vor allem Direktbanken, geben ihre Kreditkarten mittlerweile bei der Eröffnung eines Girokontos kostenlos aus, manchmal ist die Karte auch nur im ersten Jahr kostenfrei. Auch ohne ein Konto ist es mitunter möglich, kostenfreie Kreditkartenangebote zu erhalten. Bei anderen Banken hingegen fallen Jahresgebühren von 20-100 Euro an.
Zu den weiteren möglichen Kosten können Gebühren für den Einsatz der Karte anfallen. So werden Gebühren unter anderem für die Bargeldabhebung am Geldautomaten fällig, auch bei Einkäufen im nichteuropäischen Ausland berechnen die Institute 1-3% des Kartenumsatzes. Es lohnt sich daher, auch auf diese Gebühren zu achten, wenn man öfter Bargeld abheben oder die Karte im Ausland einsetzen möchte.